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Freizeit, Hobby & Reisen

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Mouthiers 04.02.2016 11:05 In zwei Tagen geht es wieder los...  T A X
Wir werden schon gefragt, wo wir mehr zu Hause sind, hier in Südafrika, oder auf dem Schiff. In den letzten Jahren sind wir auf jeden Fall fast mehr in Übersee, als zu Hause. Das muss sich leider ab nächstem Jahr ändern, ab MItte Januar 2017, weil Mirco dann in die erste Klasse kommt. Aktuell ist er in der in Südafrika üblichen Vorbereitungsklasse. Aber vielleicht fällt uns dann doch noch etwas ein, um auf unsere Reisen nicht ganz verzichten zu müssen...

Am Samstag nachmittag werden wir das Flugzeug nach Johannesburg besteigen und dann von dort nach Perth/Australien fliegen und nach einem 6 stündigen Aufenthalt weiter nach Auckland/Neuseeland fliegen. Dort haben wir uns ein paar Tage genommen, um uns vom Reisestress zu erholen und den Jet lag etwas abzubauen.

Am 11.Februar schiffen wir auf unserem Kreuzfahrtschiff, der MS Artania (diesmal wechseln wir das Schiff), ein und am 12. Februar geht es los. Wir fahren nach Sydney und dann die Ostküste Australiens hoch über Brisbane, Whitsunday Inseln, Cairns weiter nach Port Moresby/Papua-Neuguinea, Banda Neira/Molukken/Indonesien, Ambon/MolukkenIndonesien, Puerto Princesa/Insel Palawan/Philippinen, Coron/Insel Busuanga/Philippinen, Manila/Philippinen, Kaohsiung/Taiwan und unsere Reise endet in Keelung/Taiwan am 7. März. Dort bleiben wir noch eine Nacht im Hotel, schauen uns nochmals Taipeh an, das wir allerdings schon von früheren Reisen kennen und fliegen dann über Hongkong, Johannesburg wieder nach Durban.

Auf dem Schiff wird auch wieder für das deutsche Fernsehen die ARD-Serie "Verrückt nach Meer" gedreht.

Seit einiger Zeit bereiten wir die Reise schon vor. Wie immer versuchen wir unsere eigenen Landausflüge zu organisieren, weil wir diese Masenveranstaltungen mit Bus-rein-und-raus nicht unbedingt mögen. So haben wir uns an den Häfen Mietautos gebucht und uns mit Reiseführern und mit Hilfe des Internets Routen zusammengestellt.

Ab heute werden wir jetzt erst einmal mit Packen anfangen, in der Hoffnung, nach Ankunft auf dem Schiff nicht, wie so oft, festzustellen, dass man einige wichtigen Dinge vergessen hat.

Morgen ist Mircos 6. Geburtstag und wir veranstalten am Nachmittag eine große Piratenparty an den Pools in unserem Estate (hier ist Sommer und mit über 30 Grad recht heiß). Da er die ganze Klasse eingeladen hat kommen mit Eltern und anderen Freunden über 70 Personen! Das wird nochmals Stress pur so kurz vor unserer Abreise. Yugesh dreht schon fast durch. Sie organisiert die Party schon seit über zwei Wochen...

Ich werde mich von Zeit zu Zeit von unserer Reise melden.
Mouthiers 07.02.2016 07:40 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
vor 2 Stunden, um halb 1 mittags, sind wir in Perth/Australien gelandet. Von Suedafrika ist das gar nicht so weit, lediglich ein 9-Stunden-Flug von Johannesburg. Unser Weiterflug nach Auckland startet in 4,5 Stunden.

Eigentlich hatten wir vor, die lange Wartezeit damit zu verbringen, nach Perth in die City zu fahren und ein bisschen rumzulaufen. Nachdem wir aber mitbekommen haben, dass es draussen 39 Grad heiss ist, fanden wir die Idee nicht mehr so gut und so bleiben wir lieber in der von der Klimaanlage gekuehlten Lounge. Vor uns hindoesend geht die Zeit auch rum...

Nach einem Flug von etwas mehr als 6 Stunden werden wir in Auckland landen und dann wird es schon Montag um 6 Uhr am Morgen sein. Dann schnell ins Hotel und ordentlich Schlaf nachholen...
Mouthiers 09.02.2016 22:51 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
heute ist schon Mittwoch! Die Zeit rennt einmal wieder.

Am Montag sind wir früh morgens um 6 Uhr in Auckland gelandet. Es muss wohl mit meinem Karma zusammenhängen, dass es mal wieder uns getroffen hat, dass ein Koffer unserer 4 nicht in Auckland angekommen ist. Also mussten wir zum entsprechenden Schalter und dort wusste man auch gleich Bescheid, dass der Koffer aus irgendeinem Grund Durban gar nicht verlassen hatte. Man versprach uns aber, dass er am nächsten Tag in unser Hotel geliefert werden sollte. Yugesh war nicht begeistert, denn im Koffer waren alle ihre Pflegeprodukte und Mirco vermisste seine DVDs.

Im Hotel angekommen, konnten wir unser Apartment, wie schon befürchtet, nicht beziehen. Offizielle Eincheck-Zeit war 15:00 Uhr. So machten wir uns zu Fuß auf in die Queen-Street, die Shopping-Straße von Auckland, die vom Hotel keine 10 Minuten entfernt ist und suchten uns einen Platz für ein zweites Frühstück. Damit und mit einem Einkaufsbummel vertrieben wir uns die Zeit, um dann um ca 12:00 wieder im Hotel zu sein, wo zu unserer Überraschung unsere Unterkunf bezugsbereit war.

Dann taten wir das, was man auf keinen Fall tun soll, wenn man an einen Ort mit großer Zeitdifferenz kommt: wir legten uns hin und haben geschlafen.

Am nächsten Tag, gestern holten wir unser bestelltes Mietfahrzeug ab und machten einen Trip in den Norden von Auckland, zu den Stränden im Osten und Westen von Neuseeland. Sie sind meist unberührt, ohne die Anzeichen des Massentourismus, den wir an den Stränden in Europa gewohnt sind. Für uns waren die Strände nicht so wichtig, sondern der Weg war das Ziel. Es ist einfach wunderschön, durch die eindrucksvolle Landschaft Neuseelands zu fahren mit vielen grünen Hügeln, aber auch wieder Abschnitten von flachem Land. Beeindruckend sind immer wieder die großen Farnbäume, die so typisch für Neuseeland sind. Wir fuhren auch durchs Weingebiet, wo ein recht ansprechender Wein produziert wird.

Leider mussten wir am Morgen noch einen Arzt besuchen, denn Mirco hat vor unserer Abfahrt in Südafrika zu viel Zeit im Wasser zugebracht und zusammen mit dem Flug hat sich bei ihm eine schmerzhafte Ohrentzündung ergeben. Die Nebenwirkungen der Medzin, die er darauf verschrieben bekommen hat, war, dass er die ganze Zeit im Auto geschlafen hat. In der darauffolgenden Nacht war er dafür hellwach...

Heute werden wir in den Süden von Auckland fahren und morgen geht es dann aufs Schiff...
Mouthiers 15.02.2016 01:12 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Heute ist der dritte Tag, an dem wir um uns nichts, als Wasser haben. Wir befinden uns in der tasmanischen See zwischen Neuseeland und Australien und werden morgen früh in den Naturhafen von Sydney einfahren, vorbei an vielen Segelschiffen, am berühmten Opernhaus, unter der Harbourbridge hindurch, zu unserem Liegeplatz.

Die Fahrt von Auckland war äußerst ruhig. Wir haben Seestärke 3, die man fast nicht spürt. Wir haben das schon anders erlebt. Die tasmanische See kann sehr rauh sein. Manche Segelyacht gerät hier jedes Jahr in Seenot, einige gehen sogar verloren und mancher Passagier auf einem Kreuzfahrtschiff hat hier den Gedanken verflucht, jemals an eine Kreuzfahrt gedacht zu haben.

Wir freuen uns auf jeden Fall auf Sydney, für mich eine der fünf am schönsten gelegenen Städte der Welt, zusammen mit New York, Rio der Janeiro, Kapstadt und Vancouver. Die Einfahrt in den Hafen ist jedesmal ein Erlebnis.

Wir werden 2 Tage in Sydney sein. Am ersten Tag mieten wir uns ein Auto und schauen uns die Gegend außerhalb Sydneys an und am zweiten Tag werden wir uns zu Fuß Sydney anschauen und immer wieder erstaunt sein, neue Gesichter dieser Stadt zu entdecken.

Gerne hätten wir uns am Dienstag Abend eine Vorstellung in der Sydney Opera angeschaut, aber mit Mirco ist das nicht so einfach. So heben wir uns das auf, wenn wir mal alleine nach Sydney kommen.

Ach ja, hier an Bord unseres Schiffs gibt es auch ein paar bekannte Persönlichkeiten. So saßen wir gestern am Tisch neben Nadine Angerer, der ehemaligen Weltfußballerin und Torfrau der deutschen Frauenfußballnationalmannschaft.

Und laufend trifft man auf das Filmteam für die ARD-Serie "Verrückt nach Meer", das ständig mit der Produktion von weiteren Serienminuten beschäftigt ist.
 15.02.2016 13:11 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Das ist ja alles wahnsinnig interessant und aufregend. Ich erinnere mich noch gut an die private Segelregatta, die wir in der tasmanischen See hatten.
 ·   17.02.2016 08:31 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « X
Rein unter Regattagesichtspunkten sind die Beschaffenheit des Windes und der See ein wichtiger Punkt. Damit sollte jeder Segler in aller Regel klarkommen, weil gerade das Element Wind einer der Hauptgründe ist, weshalb sich die meisten Segler für diesen Sport entschieden haben. Die tasmanische See ist ein riesiges Seegebiet. Verglichen mit den Seegebieten in Nord-Europa ist sie vor allen Dingen ein relativ leeres Segelrevier. Alleine auf Grund der Schifffahrtsdichte und der damit verbundenen Gefahren halte ich Nord- und Ostsee für anspruchsvoller. Ich schreibe hier vom Regattasegeln in einem abgespeckten (entkernten) Schiff und nicht vom Törn mit der Familie. Falls Du die Gelegenheit hast, frag mal jemanden der eine Regatta auf der Strecke Kiel / Korsör gesegelt ist. Die tasmanische See ist anspruchsvoll. Dagegen sage ich nichts. Aber jedem sportlich ambitionierten Segler geht da eher das Herz auf, anstatt in die Hose zu rutschen. Wie gesagt: als wir dort unsere Regatta segelten, war es "gemütlich". Allemal gemütlicher als in der irischen See z.B.!

Mouthiers 18.02.2016 12:49 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Sydney liegt hinter uns. Wir hatten dort zwei wunderschöne Tage verbracht.

Die Einfahrt in den Hafen von Sydney bei schönem blauen Himmel und morgens um 7 Uhr war wieder einmal ein Erlebnis. Unsere Kabine liegt backboard (links in Fahrtrichtung) und so mussten wir noch nicht einmal die Kabine verlassen um die Skyline von Sydney zu sehen, die Oper und die Harbour-Brücke. Das Licht war optimal für tolle Fotos.

Gegenüber der Oper, am Circular Quai, gibt es eine schöne Anlegestelle für ein Kreuzfahrtschiff, das wir aber leider nicht benutzt haben. Diese Stelle müssen die Schiffe viele Jahre im voraus buchen und meist liegen dort die richtig großen Schiffe. Wir haben am neuen "White Bay" Kreuzfahrtschiffterminal festgemacht. Dort gibt es keinerlei öffentliche Verkehrsmittel. Alle 40 bis 50 Minuten kam dort eine private Fähre an, die uns für 9 Aus$ pro Person in 20 Minuten zum Circular Quai gebracht hat.

Den ersten Tag haben wir fast vollständig im Taronga Zoo verbracht, den man ebenfalls per Fähre ansteuert. Ein sehr schön gestalteter Zoo, wo die Tiere genügend Platz in artgerechter Umgebung haben und die Besucher viel Informationen zu den Tieren erhalten. Für die Kleinen, wie unseren Mirco, wird eine Menge getan. Ausserdem hat man einen schönen Blick auf Sydney, die Oper und die Harbour Bridge.

Unser geplantes Essen am Abend in Sydney haben wir ausfallen lassen, da alle vom vielen Laufen ziemlich geschafft waren und insbesondere Mirco in der Fähre am späten Nachmittag fast eingeschlafen ist. Erst sind wir mit unserer Fähre vom Zoo bis zum Darling Harbour durchgefahren, haben dort einen wunderschönen Wasserspielplatz für Mirco entdeckt, was ihn sofort wieder munter gemacht hat, haben dann den Sonnenuntergang bei einem Drink genossen und haben dann ein Taxi genommen um zum Schiff zu kommen, da die Fähre eine mehrstündige Pause eingelegt hatte. Allerdings mussten wir dem Taxifahrer erst mit vielen Erklärungen mithilfe von Stadtplänen beibringen, wo das neue Kreuzfahrtterminal ist. Taxifahrer ausserhalb Deutschland kennen sich in ihrere Stadt nicht so gut aus und unserer hat zusätzlich gemeint, noch nicht lange Taxi zu fahren...

Am nächsten Tag sind wir zum bekannten Paddy's Markt gefahren, der in Chinatown liegt. Dort kann man alles Mögliche billig einkaufen. Das meiste braucht man allerdings sowieso nicht. Von dort sind wir zu Fuß zum Darling Harbour gelaufen. Mirco wollte unbedingt nochmals zum Wasserspielplatz, den wir am Vortag gefunden hatten. Vorher mussten wir dabei den Chinesischen Garten durchqueren, den China Sydney geschenkt hatte und der ganz auf das neue Jahr des Affen ausgerichtet ist. In einem chinesischen Restaurant haben wir ausgezeichnet zu Mittag gegessen. Ich hatte mein Lieblingsessen, Peking Duck, bestellt, das man dort ohne Vorbestellung bekommt.
Mouthiers 18.02.2016 12:50 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Am Wasserspielpaltz haben wir uns eine recht lange Zeit aufgehalten. Mirco wollte gar nicht mehr weg und ich muss zugeben, einen solch schönen Kinderspielplatz noch nicht gesehen zu haben.

Von dort sind wir durch die Einkaufsstraßen in der Innenstadt gelaufen, oft Fußgängerzonen in denen Straßenmusikanten und schöne Blumenarrangements für Stimmung sorgen, bis zum Circular Quai, haben an einem Straßencafe noch einen Eiskaffee getrunken und haben dann die letzte Fähre zum Schiff genommen.

Allein diese Fahrt mit der Fähre ist ein Erlebnis, fast auf Wasserhöhe, vorbei am riesigen Kreuzfahrtschiff das dort liegt, die Hochhäuser Sydney's im Rücken, an der weißen Oper vorbei, die im Sonnenlicht schimmert, unter der mächtigen Harbourbrücke hindurch, immer die beeindruckende Skyline Sydney's mit dem goldenen Fernsehturm als herausragendes Bauwerk zur Linken, zur Rechten die Villen und Appartmenthäuser der Reichen und Superreichen, bis wir dann an unserem Schiff, der MS Artania, angekommen sind.

Um 18 Uhr hat unser Schiff dann abgelegt und wir sind in langsamer Fahrt, begleitet von vielen Segelschiffen und Segelyachten, verabschiedet von vielen winkenden Menschen am Ufer, die lange Strecke unter der Harbour Bridge hindurch, an der Oper vorbei wieder in entgegengesetzter Richtung gefahren, bis wir das offene Meer erreicht hatten.

Heute hatten wir einen geruhsamen Seetag mit spätem Frühstück und viel Relaxen und morgen kommen wir um 7 Uhr morgens in Brisbane an, nachdem wir heute Nacht noch eine Stunde durch Rückstellen der Uhren geschenkt bekommen haben.
Mouthiers 20.02.2016 13:12 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Nach einem erholsamen Seetag kommen wir morgen früh an den Whitsunday Islands an, mitten im Great Barrier Reef. Da sind wir auf den schönsten Strand der Welt gespannt, Whitehaven Beach.

Gestern morgens sind wir in Brisbane angekommen. Dass diese Stadt schon um einiges nördlicher als Sydney liegt, merkt man sofort. Die Luft ist schwül und heiß.

Der Hafen von Brisbane liegt weit ausserhalb und wir mussten den vom Schiff gestellten Shuttle Bus benutzen, um in 40 Minuten ins Zentrum von Brisbane zu fahren.

Brisbane liegt am gleichnamigen Fluss, der sich durch die Stadt schlängelt, in der Küstenebene. Die frühere Provinzstadt hat sich zur 2 Millionen Großstadt entwickelt und gewinnt auch als Ferienort immer größere Bedeutung. Südlich von Brisbane erstreckt sich die Gold Coast, Australiens beliebteste Winterferienregion, die oft mit der Glitzerwelt von Miami verglichen wird. Die Gold Coast hat die höchste Bevölkerungszuwachsrate Australiens und lockt jedes Jahr mehr als zwei Millionen Besucher an.

Im Norden Brisbanes liegt die etwas ruhigere Sunshine Coast deren Strände zu den besten Surfgebieten ganz Australiens gehören.

Nachdem ich bei meinen vorherigen Besuchen in Brisbane mir die Gold Coast, die Sunshine Coast und den Lamington National Park, ein subtropischer Regenwald der zum UNESCO Welterbe gehört, schon angeschaut hatte, haben wir uns diesmal auf die Stadt Brisbane konzentriert, die ich bisher eher vernachlässigt hatte. Man kann dort einige schöne Gebäude aus dem 19. und frühem 20. Jahrhundert sehen, aber nichts wirklich Spektakuläres. Schön ist die Fußgängerzone mit sehr modernen Gebäuden und spektakulären Fasaden, die auch etwas Flair ausstrahlt. Auffallend sind die vielen Kunstwerke, oft aus Metall, denen man ständig begegnet. Sie verdanken ihre Existenz einem Gesetz, das vorschreibt, dass für einen bestimmten Prozentsatz der Bausumme Kunst geschaffen werden muss.

Wir sind im sehr schön angelegten Botanischen Garten spazieren gegangen und haben das Planetarium besucht, das Mirco beeindruckt hat und haben die beeindruckende Aussicht auf Brisbane vom etwa 7 km vom Zentrum entfernten Mount Coot-tha genossen.

Dann war es schon später Nachmittag und wir mussten uns beeilen, um den letzten Shuttle Bus zum Schiff zu erreichen.
 ·   20.02.2016 14:33 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « X
Das ist ja alles wahnsinnig interessant.
Den schönsten Strand der Welt zu haben behauptet fast jedes Land mit einer Küste, bzw. fast jede Gemeinde mit einem Strand. Das ist ähnlich wie die Aussage auf unzähligen weltweit durchgeführten Stadtrundfahrten, man hätte mehr Brücken als Venedig.
So sieht es auch mit den unterschiedlichen Quellen für derlei Aussagen aus.

SCHÖNSTER STRAND DER WELT
"Brigitte": Baia do Sancho, Brasilien
"Travelbook": Baia do Sancho, Brasilien
"Focus": Eagle Beach, Aruba
"Strandbewertung.de": Anse Cocos, Seychellen
"Stern": Cayo Largo, Kuba

Was ist Deine Quelle?
Mouthiers 21.02.2016 14:57 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Wir haben einen schönen Tag erlebt, oder, besser gesagt, einen schönen halben Tag, auf den Whitsunday Islands, den Pfingstsonntag Inseln, denn um 14 Uhr sind wir schon wieder weitergefahren Richtung Cairns.

Captain James Cook hat diesen Inseln den Namen gegeben. Er segelte am 3. Juli 1770 mit seinem Schiff Endeavour durch diese Inselgruppe und da er seinem Logbuck entnahm, dass es Pfingstsonntag war, nannte er die Inseln Whitsunday Inseln. Der berühmte Seefahrer irrte sich allerdings um einen Tag. Er hatte vergessen die Datumsgrenze in seine Berechnungen einzubeziehen, die er kurz davor überquert hatte...

Wer Schönes erleben will bekommt das nicht umsonst. Wir mussten schon um 6:30 Uhr aufstehen, kurz nach Mitternacht. Nach einem schnellen Frühstück reihten wir uns in die lange Schlange ein, die zum Katamaran führte, der uns von unserem Schiff abholen sollte.

Leider war das Buchen eines organisierten Ausfluges die einzige Möglichkeit, an einen der Strände zu kommen. So haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, bei der Massenveranstaltung mitzumachen. Wir kamen dann auch pünktlich zur angegebenen Abfahrtszeit zur vereinbarten Stelle, mussten dort aber feststellen, dass wir zu den Letzten gehörten und hatten dann auf dem Katamaran nur die Wahl, uns in die Mitte einer Sitzreihe reinzuzwängen, oder uns mit einem Stehtplatz zufrieden zu geben. Wir wählten das Letztere, um wenigsten während der Fahrt fotografieren zu können.

So ging die flotte Fahrt los durch das in der morgendlichen Sonne in verschiedenen Türkistönen schillernde Wasser, vorbei an vielen kleinen Inseln, die sich mit Felsen aus dem Wasser erhoben und deren Hügel mit Bäumen dich bewachsen waren. Die meisten der Inseln sind absolut unbewohnt. Sie gehören zu einem Nationalpark wo jeder menschliche Eingriff, selbst das Anlegen von Toiletten, verboten ist. Lediglich auf einigen Wenigen hat man Luxus-Resorts und Hotels bauen dürfen.

Nach etwas mehr als einer Stunde erreichten wir unser Ziel, den berühmten kilometerlangen weißen Strand von Whitehaven Beach. Dort verankerte Wasserflugzeuge zeigten uns, dass man auch auf diese Weise den Strand erreichen konnte. Unser Katamaran fuhr dicht an den Strand heran und legte sogar einen Steg an, der uns erlaubte trockenen Fußes den feinen weißen Sand zu erreichen.

Jedem von uns wurde ein, wie unsere Reiseleitung übersetzte "Ganzkörperkondom" überreicht, etwas ähnliches, wie ein Neoprenanzug, den die Australier hier "stinger suit" nennen. Er soll vor den gefährlichen Quallen schützen, die das Meer am Great Barrier Reef von Oktober bis Mai überfallen. Ich habe kein einziges dieser Biester entdecken können, aber man kann überall nachlesen, dass Seewespen (box jellyfish) eine besonders giftige Quallenart sind, die praktisch unsichtbar nahe dem Strand im Wasser treiben und deren Stiche in Minutenschnelle tödliche Wirkung haben.
Mouthiers 21.02.2016 15:00 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Weiterhin gibt es im Great Barrier Reef den Steinfisch. Er trägt 13 giftige Stacheln auf dem Rücken, deren Gift tödlich ist. Perfekt getarnt hält er sich auf dem Meeresboden auf, auch an seichten Stellen und da helfen nur gut besohlte Schuhe...

Um es kurz zu machen: Niemand hat irgendwelches Unheil erlitten und wir sind alle wieder ohne jedes Harm auf der Artania angekommen.

Mirco hat das Baden im 28 Grad warmen Wasser, das in sämtlichen blau bis türkisfarbenen Tönen schimmerte, Spaß gemacht. Der feine weiße Sand blieb allerdings überall an der Haut kleben. Schatten gab es nur vereinzelt.

War das nun der schönste Strand der Welt? Über Geschmack kann man nicht wirklich streiten. Dies sind persönliche Empfindungen. Australische Reiseführer sehen das auch anders, als Reiseführer für andere Länder.

Der Strand war sehr schön, aber ich habe an verschiedenen Stellen in der Welt schönere Strände gesehen. Auch an Orten, die wir jetzt bald noch besuchen werden, wie Puerto Princesa auf den Philippinen. Außerdem kann ein Strand so schön sein, wie er will. Wenn 200 Kreufahrtschiffspassagiere einfallen, verliert jeder Strand seine Einsamkeit und damit einen guten Teil seiner Schönheit...
 23.02.2016 15:59 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Wow das ist alles so interessant.
Jeder Mensch hat sicher eigene Vorstellungen darüber welchen Strand er am schönsten findet. Es gibt auch sehr schöne Strände an Nord- und Ostsee. Ich mag allerdings keine bebauten Strandbereiche und so genannte Kurpromenaden.
Mouthiers 23.02.2016 16:16 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Nachdem ich mich jetzt schon zweimal mit meinem Bericht über Cairns versucht habe und bei meiner Satelliten-Internetverbindung zweimal meinen ganzen Text verloren habe, weil ich ihn nicht erst in Word vorgetippt habe, mein nochmaliger Versuch:

Wir sind gestern im nördlichen Australien, in Cairns gelandet. Eine meiner Lieblingsstädte. Immerhin hat man hier die Qual der Wahl, was man unternehmen will, oder doch nicht.

Es gibt zwei Naturphänomene die zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt worden sind: der Wooroonooran Nationalpark, der auch zum Erbe der Tropenwälder gehört, aber trotzdem noch für den internationalen Tourismus ein Geheimtipp ist und das unvergleichliche Great Barrier Reef. Für uns war die Wahl keine Frage, auch wenn ich mir den Regenwald mit seinen auf mehreren Ebenen verlaufenden Wanderwegen gerne angeschaut hätte. Wir sind gleich morgens zum offiziellen Informationszentrum gegangen und haben dort einen halbstündigen Flug mit dem Helicopter zu einer Plattform mitten im Great Barrier Reef gebucht. Haben auf dieser Plattform den Tag verbracht und sind dann am Nachmittag mit einem Katamaran wieder zurück nach Cairns gebracht worden.

Wir hatten Glück und waren alleine im viersitzigen Helicopter. Jeder hatte einen bequemen Fensterplatz und wir hatten einen mehr als beeindruckenden Flug über das Great Barrier Reef zur Plattform am Aussenreef. Die verschiedenen Farbtöne des Meers, die man dabei sieht, sind unbeschreiblich.

Am Ziel konnte man mit einem Glasbodenboot über das Reef fahren, mit einem Semi-U-Boot durch das Reef fahren, Schnorcheln und Tauchen. Außer Tauchen haben wir alles gemacht. Wir hatten ganz schrumpelige Haut nach stundenlangem Schnorcheln. Selbst unser Mirco war nicht aus dem Wasser zu bringen. Wenn man sich Aug in Aug mit einem dicklippigen Napoleonfisch sieht, über zwei Meter lange Riffhaie langsam vorbeiziehen sieht, aber auch die gesamte bunte und vielfältige Korallenlandschaft mit unzählbaren bunten Fischarten beobachten kann, durch Schwärme von tausenden von kleinen Fischen schwimmt, wird man fast trunken.

Mit einer kurzen Unterbrechung zum Mittagessen haben wir fast die ganze Zeit im Wasser zugebracht. Auf der Rückfahrt nach Cairns, die der komfortable Katamaran in Topspeed zurückgelegt hat waren wir uns einig: Dies war der absolute Höhepunkt unserer Reise und wir werden Schwierigkeiten haben, das noch zu toppen. Yugesh versucht schon eine Reise speziell nach Cairns zu organisieren…


Morgen werden wir in Port Moresby ankommen, der Hauptstadt von Papua Neuguinea.
Mouthiers 27.02.2016 15:49 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Neuguinea liegt jetzt schon 3 Tage hinter uns. In der Zwischenzeit sind wir durch die Torres-Straße zwischen Australien und Neuguinea gefahren vorbei an den nach Wochentagen benannten Inselgruppen, wie Tuesday Islands, Wednesday Islands und Thursday Islands mit einzelnen Inseln, die die beeindruckenden Namen, wie Number 1 Island, Number 2 Island, etc. besitzen und hatten heute unsere erste Molukken-Insel Banda Neira erreicht.

Aber vor 3 Tagen sind wir morgens in Port Moresby, der Hauptstadt von Neuguinea angekommen, die im Südosten Neuguineas liegt. Vor vielen vielen Jahren war ich hier schon einmal, aber, wie überall auf der Welt, nach so langer Zeit habe ich fast nichts mehr erkannt.

Letztes Jahr sind wir von Norden kommend auf der Nordseite Neuguineas entlang gefahren und sind von Madang ins Innere Neuguineas nach Mount Hagen geflogen und haben dort unvergessliche Eindrücke sammeln dürfen. Das war eine wirklich beeindruckende Reise, aber sehr stressig. Diesmal haben wir lediglich die Umgebung Port Moresby angeschaut.

Mit einem Taxi sind wir in ein sehr schön angelegtes Wildlife-Sanctuary gefahren, wo man sich um einheimische Tiere kümmert, die in sehr großen Gehegen gehalten werden. Viele davon sind äußerst gefährdet, wie verschiedene Arten des Baum-Kängurus. Eindruck macht auch der flugunfähige Kasuar, der im Regenwald des Tiefland lebt. Paradiesvögel, die wohl bekanntesten Vögel Neuguineas, soll es dort auch geben, aber wir haben leider keine in den großen Vogelvolieren finden können. Auf hohen Bäumen hingen hunderte oder gar tausende von fliegenden Füchsen und machten einen Heidenkrach. Wenn man unter diesen Bäumen durchlaufen wollte, tat man gut daran, sich zu beeilen und zu aller Sicherheit eine Mütze zu tragen...

Die Stadt mit offiziell ca 300 000 Einwohnern und inoffiziell ca 800 000 Menschen, die dort leben, bietet keine bedeutenden Sehenswürdigkeiten. Wir haben uns noch den Koki-Markt angeschaut, der recht farbenfroh ist, mit all dem Gemüse und den Früchten, die dort angeboten werden. Auch frisch gefangener Fisch wird dort verkauft, sind am Ela Beach vorbei gefahren, dem Sandstrand südlich des Stadtzentrums, der ein beliebter Freizeittreff für die einheimische Bevölkerung ist, aber das war es schon. Bei unserer Fahrt zum Wildlife Sanctuary haben wir das Parlamentsgebäude passiert, das 1984 eingeweiht worden ist und im Stil eines Kulthauses erbaut worden ist.

Das sehr schwüle heiße Klima hat uns dann doch geschafft und wir waren froh, als wir am frühen Abend wieder aufs Schiff kamen und die schwül-heiße Luft wieder mit der klimatisierten Luft unserer Kabine tauschen konnten. Unsere neu erstandene Holzmaske, als Ergänzung unserer weltweiten Maskensammlung, mussten wir am Schiffseingang erst einmal abgeben, um sie einen Tag später, desinfiziert und ohne irgendwelches Getier wieder auf unsere Kabine geliefert zu bekommen.
highl 27.02.2016 16:02 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Wirklich wie immer sehr beeindruckende Berichte, die ich sehr genieße.

In diesem Zusmamenhang - Maske desinfizieren - fallen mir die immerwährenden Desinfektionsarien auf Kreuzfahrtschiffen ein, die sich allerdings nur auf die Hände bezogen. Es hingen am Eingang der Schiffe sowie vor den Restaurants generell Desinfektionskästen, die man regelmäßig benutzen sollte. Wenn ich jetzt weiter denke, wären zumindest die Schuhe genau so wichtig, mit denen man nach Ausflügen auf das Schiff zurück kommt und im ganzen Schiff umherläuft!?
Mouthiers 28.02.2016 14:06 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
richtig, die Angst irgendeinen Norovirus aufs Schiff zu bekommen, der Passagiere und Besatzung lahmlegt und der dem nächsten Hafen als Argument dient, das Schiff nicht anlegen zu lassen, ist riesengroß. Auch bei uns hängen an allen möglichen Stellen soclhe Desinfektionskästen.

Und auch ich meine, dass eine Desinfektion der Schuhe fast noch wichtiger wäre, aber da wird nichts getan...
 ·   28.02.2016 15:25 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « X
Es ist nicht nötig die Schuhe zu desinfizieren, um einer Erkankung durch Noroviren vorzubeugen. Noroviren werden durch Tröpfcheninfektion, im direkten Umfeld bereits erkrankter Menschen, oder durch Schmierinfektionen (z.B. an Türklinken, Handläufen und Liftknöpfen) übertragen. In einem Umfeld ohne bekannte Norovirenerkrankungen ist es vollkommen ausreichend die übliche Hygiene anzuwenden (z.B. regelmäßiges Händewaschen) und wenn man sehr vorsichtig sein möchte, die Hände zu desinfizieren. Weitergehende Maßnahmen (z.B. das Desinfizieren von Böden) ist nur in den Bereichen notwendig in denen am Norovirus erkrankte Menschen sich aufhalten, oder aufgehalten haben. Dann ist auch das Tragen von Einweghandschuhen und einem Mundschutz angezeigt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemand während einer Seereise durch z.T. feuchtwarme Luft wirklich möchte. Da scheint mir das Verwenden einer Handdesinfektion ein kleines Übel zu sein. Dass dieses auf dem Schiff zahlreich angeboten wird, ist doch eher ein gutes Zeichen dafür, dass man dieses Thema ernst nimmt und sich hinreichend informiert und ausgestattet hat. Da kann man die Reise fortsetzen, mit dem Wissen, dass man wohlbehütet ist. Auf den Schiffen auf denen ich war, ist das ebenfalls üblich gewesen.
Größeres Erkrankungspotential ist da eher auf den Landgängen, beim Konsum von frischem (gewaschenem) Obst und Gemüse, sowie von Getränken mit Eis vorhanden.

Mouthiers 28.02.2016 15:32 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Nach 2 Seetagen haben wir Australien und Neuguinea verlassen und damit den australischen Kontinent hinter uns gelassen und sind in Indonesien und damit in Asien angekommen. Indonesien besteht aus über 17000 Inseln und ist der weltgrößte Inselstaat und mit ca 240 Millionen Einwohner der viertbevölkerungsreichste Staat der Welt.

Die west-ost-Ausdehnung von Indonesien beträgt über 5000 Kilometer und wir berühren diesen Staat ganz im Osten, wo wir die Banda Inseln in den südlichen Molukken besuchen, die bei uns auch Gewürzinseln heißen, berühmt geworden durch den Muskatbaum, der früher nur hier gewachsen ist und dessen Nüsse damals zu den wertvollsten Handelsgütern der Welt gehörten.

Deshalb haben sich Portugiesen, Niederländer und Engländer vor etwa 500 Jahren um die 10 Inseln schlimme Kämpfe geliefert. 1667 tauschten die Holländer aus wirtschaftlichen Gründen die zu den Banda Inseln gehörende Insel Run von den Engländern gegen die Insel Manhatten ein.

"1621 wurde nach der holländischen Eroberung die gesamte Bevölkerung der Inseln getötet oder versklavt, soweit sie nicht auf andere Inseln fliehen konnte. Für die Arbeit auf den Plantagen wurden Sklaven aus anderen Teilen Indonesiens hierher verschleppt. Die heutigen Einwohner sind Nachfahren dieser Sklaven. Heute leben 15.000 Menschen auf den Inseln, sie werden Bandanesen genannt."

aus de.wikipedia.org/wiki/Banda-Inseln

Die Banda Inseln sind auch sehr erdbebengefährdet. Im Jahre 1629 löste ein Erdbeben eine 16 m (!) hohe Tsunami-Welle auf Banda Neira aus.

Wir kamen um 12 Uhr, 2 Stunden früher als geplant, in Banda Neira an. Banda Neira verfügt über keinen Hafen, in dem ein Kreuzfahrtschiff anlegen kann. Also galt es, die Tenderboote zu Wasser zu lassen um die Passagiere mit ihnen an Land zu bringen. Organisierte Ausflüge vom Schiff konnten mangels Sehenswürdigkeiten und auch wegen Fehlens von Bussen nicht angeboten werden. Der Hauptort der Insel besteht gerade mal aus 7000 Einwohner und Hauptverkehrsmittel sind Motorroller und Mopeds.

Für die Bevölkerung waren wir das Ereignis des Jahres, denn es gibt kaum andere Kreuzfahrtschiffe, die Banda Neira besuchen. Wir haben uns, versehen mit ordentlichem Sonnenschutz, zu Fuß auf den Weg durch die engen Straßen des Orts gemacht. Über Mirco kommen wir immer leicht in Kontakt mit den Einheimischen. Leider waren deren Englischkenntnisse nicht gut genug, wie auch unsere Kenntnisse der indonesischen Sprache, um tiefere Gespräche führen zu können.

Die Armut, die einem bei jedem Schritt begegnet, ist erschreckend, aber die Menschen sehen glücklich aus und waren zu uns mehr als freundlich. Jeder grüßte uns, versuchte seine paar englischen Worte, die er/sie gelernt hatte, loszuwerden und wollte mit seinem Handy, das auch dort fast jeder besitzt, unbedingt ein Foto mit Mirco machen.
Mouthiers 28.02.2016 15:32 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Das einzige, was wirklich störend war, waren die Unmengen von Schmutz und Müll, der überall rumlag. Es ist schade, wie unbedacht die Einheimischen die leere Flasche Wasser einfach mal so neben sich werfen. Und so sind die Straßen voller Plastikmüll und anderem Dreck, wie auch das Meer.

Nachdem wir über 2 Stunden durch die Straßen gelaufen waren und schon weit über die Grenze der eigentlichen Stadt gekommen sind und Yugesh und Mirco angefangen haben zu protestieren, dass sie nicht mehr weiter laufen wollten, hatten wir zufällig das einzige Hotel erreicht, wenn man das Gebäude mit dem Schild "Cilu Bintang Estate" so nennen darf. Auf einer schönen Terrasse standen ein paar rustige Tische und Stühle und nachdem wir fast am Verdursten waren, bestellten wir Eistee und für Mirco einen Fruchtsaft. Erst als wir schon mehr als die Hälfte getrunken hatten, kam mir der Gedanke, dass das nicht unbedingt clever gewesen war. In solchen Ländern trinkt man nie offene Getränke. Unser Durst hatte unser Gehirn benebelt. Normalerweise passiert uns so etwas nicht. So mussten wir hoffen, dass wir uns mit unserem Leichtsinn nichts eingehandelt haben.

Zurück ging es vorbei am großen Fort Belgica, das die Holländer Anfang des 17. Jahrhundert gebaut hatten und das heute zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Auch die schöne goldene Kuppel der Hatta Moschee war einen Umweg wert, Kinder, die gerade grüne Mangos geerntet haben, warfen uns ein paar davon zu. Die Freundlichkeit der Bevölkerung war beeindruckend. Der Lehrer der Schule hatte seine Klasse etwa 14 jähriger Schüler mit in die Nähe des Hafen genommen und bot uns dreien an, seine Klasse ein Lied für uns singen zu lassen. Es war fast rührend zu sehen, welche Mühe sich die Bevölkerung nahm.

Es wurde dann 18:30 als wir den Anlegesteg der Tenderboote erreicht hatten und wir sind dann mal wieder mit dem letzten Tenderboot rüber zu unserem Schiff gebracht worden. Um 19 Uhr zog die MS Artania ihre Anker ein und nahm Fahrt auf, um am nächsten Tag die Insel Ambon zu erreichen. Ein wunderschöner Sonnenuntergang ergänzte unsere Erlebnisse in Banda Neira.
Mouthiers 29.02.2016 07:20 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Pünktlich morgens um 8 hörten wir im Halbschlaf erst den Kreuzfahrtdirektor unsere Ankunft auf der Molukken-Insel Ambon verkünden und anschließend laute Musik und Mädchen-Gekreische von außen. Nachdem wir uns ins Unvermeidliche ergeben haben und uns aus dem Bett gedrückt hatten, konnten wir vom Balkon den tollen Empfang miterleben, den uns eine einheimische tanzende Mädchengruppe unterstützt durch Trommler und Glockenspieler dargebracht haben. Vor dem Gebäude des Hafenterminals war sogar eine überdachte Tribüne aufgebaut worden, die voll besetzt war. Anschließend trat ein wichtig aussehender Mann vor, wie sich herausstellte, der Bürgermeister von Ambon, und hielt eine gewichtige Rede, die parallel von einer Dolmetscherin ins Deutsche übersetzt wurde. Weitere Tänze und Musik rundeten den Empfang ab. Man ist solch freundlichen Empfang in indonesischen Häfen gewohnt...

Nach der Zeremonie wurden wir mit Popmusik über die überdimensionale Lautsprecheranlage beschallt.

Viel gibt es auch in Ambon nicht zu sehen. Da gibt es die Stadt Ambon, in der ca. 300 000 Menschen leben, mit vielen christlichen Kirchen und Moscheen und sogar einer kleinen hinduistische Gemeinschaft, bestehend zumeist aus Indonesier, die aus irgendwelchen Gründen aus Bali nach Ambon gekommen sind. Wenn man die Stadt verlässt, fährt man durch eine hügelige, grüne Landschaft, die längsseits der Straße immer noch recht dicht besiedelt ist.

1526 haben die Portugiesen Ambon besiedelt. Sie bauten Ambon zum wichtigen Stützpunkt für den Gewürzhandel aus. 1609 lösten die Niederländer die Portugiesen als Kolonialmacht ab, die sie bis ins 20.Jahrhundert geblieben sind. Nur kurz einmal zu Beginn des 19. Jahrhundert gab es eine Unterbrechung, als die Briten die Herrschaft übernommen hatten.

Die Niederländer teilten die Bewohner Ambons in „Orang burger“ , als Bezeichnung der niederländischen Bürger und in „Orang negri“ als Bezeichnung der einheimischen Bürger, ein. „Orang“ bedeutet auf Indonesisch (besser: Bahasa) Mensch.

Nach der Vertreibung der Japaner, die Ambon 1942 erobert hatten, entwickelte sich eine Unabhängigkeitsbewegung gegen die Niederländer, die in der Souveränität Indonesiens endete. Bald versuchte eine Widerstandsbewegung den Aufstand gegen die Zentralregierung in Jakarta und die Republik Maluku Selatan wurde ausgerufen, aber 1950 konnte Jakarta diesen Aufstand gewaltsam beenden.

1999 begannen schwere christlich-muslimische Auseinandersetzungen. Durch die lange Zeit der Kolonisation durch die Niederländer gab es in Ambon ein Verhältnis von Muslimen zu Christen von fast 50 Prozent. Die Auseinandersetzungen eskalierten derart, dass fast die ganze Stadt zerstört worden ist. Anstatt für Ruhe zu sorgen beteiligte sich die Polizei, je nach eigener Religionszugehörigkeit, auf beiden Seiten.
Mouthiers 29.02.2016 07:21 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Das indonesische Militär verschärfte die Eskalation der Kämpfe noch, und ließ tausende von Kämpfern des islamischen Laskar Jihad entgegen anderslautende Regierungsbefehle zu den Molukken passieren. Auf den gesamten Molukken verloren ca. 10000 Menschen, ihr Leben, die meisten von ihnen Christen.

Nach schweren Bombenanschlägen in 2004 hat sich die Lage seit 2005 beruhigt.

Wir verhandelten mit dem ersten Taxifahrer, der uns bei Verlassen des Hafengebäudes ansprach, den Preis für eine dreistündige Rundfahrt und hatten das Glück, einen äußerst gut informierten, gesprächigen und sehr freundlichen Fahrer bekommen zu haben. Er fuhr uns zu den Aussichtspunkten der Stadt, zu den Statuen der regionalen Helden, den schönen, teilweise beeindruckenden christlichen Kathedralen und den prächtigen Moscheen. Er zeigte uns die verschiedenen Märkte der Stadt und fuhr uns zum versteckten Hindu-Tempel, der uns mit umgekehrten Hakenkreuz (Swastika) und steilen Treppen empfing, die uns in der Schwüle den Schweiß aus den Poren trieben. Am eigentlichen Tempel angekommen, wurde Yugesh gleich von einem der dort anwesenden Männer offen gefragt, ob sie „rein“ sei, d.h., keine Menstruation habe. Diese Frage wird so offen gestellt, ohne irgendwelche Verklausulierung, dass ich mich, als Deutscher, recht unangenehm gefühlt habe. Yugesh sah daran nichts Besonderes und beantwortete die Frage wahrheitsgemäß. Eine Frau darf nur den Tempel betreten, wenn sie „rein“ ist.

Anschließend fuhren wir aus der Stadt heraus, vorbei an der mächtigen, in Bau befindlichen Hochbrücke, die sich schon über die Bucht spannt und Ende des Jahres den dichten Fährverkehr ablösen soll, vorbei an großen Einkaufszentrum, aber auch an wackeligen, auf Stelzen gebauten Fischerhütten, die das Ufer der Bucht säumten, auf beiden Straßenseiten fahrend, obwohl die Straße keine Einbahnstraße war. Aber auch der Gegenverkehr verhielt sich genauso und alles funktioniert wie geschmiert. Wichtigstes Teil des Autos ist die Hupe.

Wir kommen schließlich in Waai (das bedeutet Wasser) an, ein kleines Dorf 30 km von der Stadt Ambon entfernt, das überwiegend von Christen bewohnt wird. Bekannt ist Waai für einen Teich mit klarem Quellwasser, in dem sich "Heilige Aale" tummeln. Der Pool wird von den Einheimischen zum Schwimmen und Waschen genutzt, die großen Aale schwimmen mitten unter den Menschen. Das war unser Ziel.
Die Frauen, im Wasser stehend und ihre Wäsche schruppend und die Kinder, die um sie herum im Wasser herumtollten, begrüßten uns mit großer Freundlichkeit. Und dann sehen wir sie: im glasklaren Wasser schwimmen dicke Aale herum, einen bis eineinhalb Meter lang. Manche kommen aus ihren Löchern, nachdem ein älterer Mann mit den Fingern im Wasser schnippt, in der anderen Hand ein aufgeschlagenes rohes Ei. Mit lautem Geräusch schlürfen die Aale die ihnen dargebotenen rohen Eier aus.
Mouthiers 29.02.2016 07:22 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Auch Yugesh wurde aufgefordert ins Wasser zu steigen und die Aale anzufassen und zu füttern. Sie war nicht unbedingt begeistert, die schleimige Haut anzufassen und befürchtete, dass einer der Aale sie beißt, was natürlich nicht geschehen ist. Aber wer kann sich gegen die Einladung eines freundlichen alten einheimischen Mannes wehren?
Die Einheimischen fürchten sich vor einem großen Unglück, das über sie hereinbricht, wenn die Aale verschwinden. Als im Jahr 1960 die Tiere plötzlich verschwanden, brach tatsächlich in der Gegend eine Epidemie aus. Erst als Opfergaben dargebracht wurden, kehrten die Aale zurück und die Epidemie konnte gestoppt werden. Deshalb werden die Aale als heilig bezeichnet.

Wir durften uns ein paar Früchte von einem Rambutanbaum pflücken, die, geschält, so ähnlich, wie Lychees aussehen und schmecken und haben uns ein paar Früchte von einem kleinen Mädchen gekauft, die wie kleine Aprikosen groß sind, eine orangene Haut haben, die man nicht essen kann, einen großen Kern und schwer zu essen sind, aber süß nach Mango schmecken. Den Namen habe ich leider vergessen und die Frucht finde ich auch im Internet nicht mehr.

Auf der Rückfahrt machten wir am von Einheimischen sehr beliebten Sandstrand Pantai Natsepa Halt. Unzählige kleine Garküchen warteten dort direkt am Wasser auf ihre Kunden. Von jeder wurden wir lautstark, aber sehr freundlich eingeladen, an dem kleinen rustikalen Tisch, den sie vor der Garküche aufgebaut haben, Platz zu nehmen.

Wir mussten aber bald weiter, denn unser Fahrer musste zu einem festen Termin am Flughafen sein, um jemanden dort abzuholen. Er nahm sich aber trotzdem die Zeit, an seinem Haus vorbeizufahren, das er vor 20 Jahren direkt an der Bucht gebaut hatte, um uns dieses stolz vorzustellen. Er stellte uns seiner Frau vor, die aus dem Haus heraus einen kleinen Shop betrieb und seinem 4 jährigen Sohn, der sich ungemein freute, seinen Vater so unverhofft zur Arbeitszeit zu sehen. Der Balkon seines Hauses lag direkt am Wasser und bot einen wunderschönen Blick über die Bucht. In Europa wäre eine solche Lage fast nicht bezahlbar.

Am Schiff verabschiedeten wir uns von unserem Fahrer der sich über ein gutes Trinkgeld freuen durfte, das er sich redlich verdient hatte. Wir hatten einen unvergesslichen Tag zusammen verbracht.

Wir spazierten noch etwas durch den exotischen Markt, mit seinen Holzfeuern, auf denen Fische gegrillt wurden, den Obst und Gemüseständen, den nicht für jedermanns Nase geeigneten Stände für frischen Fisch und den unzähligen Verkaufsständen, an denen man so ziemlich alles kaufen konnte, was der Einheimische so brauchte oder nicht brauchte. Es gab viel Markenware, bei der aber Zweifel angebracht war, ob es denn wirklich Markenware war.
Mouthiers 29.02.2016 07:23 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Von der Reling des Schiffs aus beobachteten wir dann hunderte von Kinder, die direkt neben dem Schiff im absolut verdreckten Hafenwasser badeten und das Sicherheitspersonal von Hafen und Schiff zur Verzweiflung brachten, indem sie auf den Trossen, mit denen das Schiff an den Pollern festgemacht worden war, entlang kletterten und von dort ins Wasser sprangen. Den beiden zuzuschauen, Kindern, wie Sicherheitspersonal, war absolut unterhaltend.

Und dann kam um 19 Uhr der Abschied.

Die Pier war dichtgedrängt mit ausgewählten Einheimischen, viel junge Frauen und Männer der Ausflugsagenturen, als die Taue eingezogen wurden und das Schiff sich langsam von der Pier löste. Aus den Lautsprechern an der Pier kam auf einmal in großer Lautstärke Helene Fischers Song „Atemlos“ und die jungen Männer und Frauen stimmten ebenso lautstark in das Lied ein und hüpften übermütig im Takt die Pier auf und ab. Die Passagiere auf der MS Artania hatten Gänsehaut und Tränen der Rührung in den Augen. Als der Song zu Ende war, wurde er einfach wieder neu angefangen. Der deutsch Kultsong „Atemlos“ in einem Hafen im fernen Osten Indonesiens als Abschiedsmelodie für ein Kreuzfahrtschiff!

Als das Schiff dann schon 50 Meter von der Pier entfernt war, wurde die Musik heruntergedreht und der Bürgermeister von Ambon sprach auf bahasa-indonesisch seine Abschiedsworte, die über die Bucht halten und von seiner Übersetzerin ins Deutsch übertragen wurden. Er bedankte sich für den Besuch, wünschte eine gute Weiterreise und sprach die Hoffnung aus, sich bald wiederzusehen. Und wurde dann wieder vom wieder lauter werden Song von Helene Fischer abgelöst.

Das Schiff fuhr langsam vom Hafen in die Bucht Richtung offenes Meer, begleitet von unzähligen roten und grünen Laserstrahlen, die von den Hängen Ambons über das Schiff geführt worden sind.

Der Besuch eines Kreuzfahrtschiffs ist wichtig für so eine Insel. Er bringt Arbeit und Einkommen für eine Bevölkerung, die ansonsten nicht mit Reichtum überschüttet ist. Aber auch ganz unabhängig von diesen materiellen Gedanken sind Indonesier ein überaus freundliches Volk und Empfang und Verabschiedung seiner Gäste ist immer etwas Besonderes..
Mouthiers 05.03.2016 09:36 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Mittlerweile haben wir heute unseren letzten Seetag auf unserem Weg nach Taiwan. Noch zwei Häfen, dann ist unsere diesjährige Kreuzfahrt zu Ende und wir fliegen zurück nach Südafrika.

Nachdem wir die Molukken-Insel Ambon verlassen hatten, gaben uns zwei Seetage Zeit zum Erholen, um dann an drei aufeinanderfolgenden Tagen Station in drei philippinischen Häfen zu machen.

Am 29.2. gab es die Äquatorüberquerung von Süd nach Nord zu feiern. Dies ist Mircos Alptraum. "Smelly Fish Show" nennt er die Zeremonie und schaut sie sich eher aus gehöriger Entfernung an. Nicht dass er jemals schlechte Erfahrung gemacht hätte, aber bei unserer ersten Weltreise vor drei Jahren war er durch den Umstand, dass Täuflinge den ihnen vorgehaltenen Fisch küssen mussten, sehr beeindruckt und hat bei jeder neuen Äquatortaufe Angst, diesmal auch dran zu kommen. Er kam natürlich wieder nicht dran...

Am 2.3. machten wir im Hafen von Puerto Princesa auf der philippinischen Insel Palawan fest.

Die Philippinen sind der fünftgrößte Inselstaat nach Indonesien, Madagaskar, Papua Neu-Guinea und Japan, vor Neuseeland und dem Vereinigten Königreich. Sie bestehen aus 7107 meist unbewohnten Inseln, von denen 3144 einen Namen tragen und 880 bewohnt sind.

Im Kern sind die Inseln die Spitzen von über den Meeresspiegel aufragenden submarinen Gebirgsketten, an der Grenze zweier Kontinentalplatten, der Philippinischen und der Eurasischen.

Mit knapp 100 Millionen Einwohnern sind die Philippinen der zwölftgrößte Staat der Welt. Sie sind neben Osttimor der einzige asiatische Staat mit katholischer Bevölkerungsmehrheit.

Palawan ist eine schmale, etwa 400 km lange Insel im Westen der philippinischen Hauptinseln, die sich, fast bis zur Küste Borneos erstreckt und oft als "final frontier", der letzten Grenze der Philippinen bezeichnet wird.

Das gebirgige Inselinnere ist von tropischen Regenwäldern bedeckt. Hier leben noch einige Stämme unter primitivsten Umständen. Einer von ihnen, die Tau't Batu (Steinzeitmenschen) wurde erst 1978 von der zivilen Menschheit "entdeckt".

Die neuere Geschichte wurde durch spanische Kollonisation, abgelöst Ende des 19.Jahrhunderts durch die USA, die sich 1899 bis 1902 im Phillipinisch-Amerikanischen Krieg blutig durchsetzten, geprägt. 20% der damaligen philippinischen Bevölkerung kam in diesem Krieg ums Leben.

Am 4. Juli 1946 wurden die Philippinen offiziell in die Unabhängigkeit entlassen. Die USA behielten einige Jahrzehnte lang wirtschaftliche Sonderrechte und militärische Stützpunkte auf den Philippinen und spielen bis heute eine wichtige Rolle in der philippinischen Politik.
Mouthiers 05.03.2016 09:37 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Wir hatten bei unserem letzten Besuch in Puerto Princesa geglaubt, selbst etwas unternehmen zu können und hatten eine der hier üblichen Motorradrikschas (Motorrad mit überdachter Sitzgelegenheit als Beiwagen) genommen und wollten eine Bootsüberfahrtgelegenheit zu einer der Inseln in der Honda Bay bekommen. Wir mussten damals erfahren, dass alle Boote ausgebucht waren und unverrichteter Dinge umdrehen und nach einem Strand auf dem Inselfestland suchen, den wir dann allerdings auch gefunden haben.

Diesmal haben wir gleich einen Ausflug mit unserem Schiff gebucht und damit keine Probleme gehabt, mit einem Boot von Insel zu Insel zu hüpfen. So haben wir Starfish Island, Luli Island und Cowrie Island kennengelernt. Die ersten beiden waren Mini-Inseln mit wunderschönen Stränden und einer schönen Unterwasserwelt. Allerdings waren wir nicht die Einzigen, die auf unserem Schiff diesen Ausflug gebucht hatten und wenn eine solche Masse sich über die Inseln ergießt, dann muss man schon Einschränkungen machen bei der Benutzung des Begriffs „wunderschön“…

An der dritten Insel, Cowrie Island war unser Mittagessen vorbereitet, typische philippinische Speisen, die ganz gut geschmeckt haben. Als Getränk gab es verdünnten Zuckerrohrsirup, der gewöhnungsbedürftig ist.
Anschließend haben wir uns noch im Schatten von Kokosnusspalmen an den feinen Sandstrand gelegt und versucht, uns im über 30 Grad warmen Wasser abzukühlen. Nach einer längeren Bootsfahrt zur Ausgangsposition, wo unser Bus auf uns wartete, waren wir alles in allem der Ansicht, einen schönen Tag erlebt zu haben.

Auch am nächsten Tag hatten wir einen Ausflug mit dem Schiff gebucht. Wir kamen am Morgen in Coron an, das über der Nordspitze der Palawan Insel liegt und zu den Calamian Inseln gehört. Hier mussten die Artania ankern, da es in Coron keinen Hafen für größere Schiffe gibt. Mit Tenderbooten wurden wir an Land gebracht, wo wir auf die typischen philippinischen Boote mit beidseitigen Auslegern umgestiegen sind. Wir hatten Glück und waren nur zu zehnt auf einem für zwanzig Passagiere ausgelegten Boot. Über eineinhalb Stunden fuhren wir an beeindruckender bergiger Insellandschaft vorbei, bis wir schließlich unser erstes Ziel, die Malcapuya Insel erreicht haben, eine Miniinsel umgeben von türkis-blauem Wasser, das in allen verschiedenen Tönen schimmerte, mit einem weißen Strand, der dem Ganzen den Rahmen gab, den man paradiesisch nennen konnte. Wir hatten auch das Glück, dass nicht zu viele Passagiere unseres Schiffs diesen Ausflug gebucht hatten und dem Strand mit ihrer Masse das Flair genommen hätten. Wenn man den Wettbewerb „schönster Strand der Welt“ veranstalten wollte, wäre Malcapuya ganz sicher ein Kandidat.
Mouthiers 05.03.2016 09:38 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Wir bekamen auf dieser Insel unser Mittagessen, das auf dem Boot zubereitet worden war und saßen zu zehnt an einem rohen Tisch, im Schatten von Palmen fast direkt am Strand und wahrscheinlich schmeckte uns unser Essen, gegrilltes Schwein und Fisch mit Reis und undefinierbarem Gemüse, schon wegen der Umgebung, in der wir es einnahmen, so gut. Wir besuchten auf unserer Weiterfahrt noch zwei weitere Inseln, Banana Island und Bulog Island, das gerade einmal zwanzig Meter breit und einige hundert Meter lang war und aus feinem weißen Sand mit einigen drauf gesetzten Felsen bestand. Auf Banana Island standen einige Hütten, die man für 20 Dollar am Tag mieten konnte. Eine Alternative, um für ein paar Wochen wirklich mal abzuschalten…

Gerade rechtzeitig zur Abfahrt des letzten Tenderboots sind wir wieder in Coron angekommen. Wir waren uns einig, einen unbeschreiblichen Tag erlebt zu haben und ein ganz klein wenig Einblick ins Paradies genossen zu haben…

Ja und gestern waren wir in Manila, der Hauptstadt der Philippinen.

Die Mehrheit der auf dem Schiff im Hotelbetrieb angestellten Mitarbeiter kommen von den Philippinen und da die meisten aus der Metroregion Manila. Entsprechend war unser Empfang am Hafen. Instrumentalgruppen und Trommler und einige fahnenschwenkende Tanzgruppen erwarteten uns an der Pier. Viele Familienmitglieder der philippinischen Schiffsmannschaft standen schon in Schlangen und warteten darauf, aufs Schiff zu kommen. Dort hatte man einen Teil des Decks speziell für diese Treffs eingerichtet. Man muss sich vorstellen, dass viele der Kellner und Stewards, männlich, wie weiblich einen 9-Monats-Vertrag abschließen und während dieser Zeit ihr Familien nicht sehen, nicht ihren Ehepartner oder ihre Kinder. Entsprechend muss man diesen Moment einordnen.

Wir hatten einen Ausflug zum Hidden Valley gebucht. Es war mein sechster Besuch von Manila. Yugesh war schon dreimal dort. Wir hatten schon alle wichtigen Ausflüge in dieser Region gemacht und in und rundum Manila ist der Verkehr so chaotisch, dass ich es für zu gefährlich halte, hier etwas auf eigene Faust zu unternehmen. Wenn ich im Verkehr stecken bleibe und das Schiff verpasse, haben wir ein Problem. Wenn der von Schiff organisierte Bus im Verkehr stecken bleibt wartet das Schiff auf jeden Fall.
Mouthiers 05.03.2016 09:39 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Wir sind also gleich morgens zum Hidden Valley gefahren, durch Manila hindurch, wo den ganzen Tag Traffic Jam herrscht, dann auf „Schnell“-Straßen im zweiten und dritten Stock über Manila, um dann gemütlicher auf Landstraßen durch die dichtbesiedelten Außenregionen Manilas zu kutschieren. Nach ca. 2 Stunden Fahrt sind wir in der letztendlich recht abgelegenen Region des Hidden Valley (nomen est omen) angekommen. Eingebettet zwischen den zwei Bergen Banahaw und Makiling liegt der Krater eines Vulkans und in diesem Krater liegt das Hidden Valley. Über Jahrhunderte entstanden hier warme und kalte Naturwasserbecken. Es wird behauptet, dass das reine Wasser eine heilende, verschönernde und auch verjüngende Wirkung hat.
Das Ganze ist ist in einem Estate angelegt. Die wenigen Besucher vom Schiff fielen dort gar nicht auf, so groß ist das Estate. Die Wasserbecken liegen in einem dichten tropischen Regenwald. Auf langen, mit dickem Bambus angelegten Hochwegen kann man durch diesen Urwald laufen, bis man einen rauschenden Wasserfall erreicht, der dann als Wildwasserbach den Urwald durchquert.

Essen gab es in Form eines philippinischen Buffets und es hat fantastisch geschmeckt. Schön touristisch organisiert kam eine Band an jeden Tisch und hat die dort Essenden mit ihrem Gesang „beglückt“.

Natürlich haben wir dort auch gebadet und jetzt warten wir mal die Kommentare unserer Familien und Freunde ab, ob wir noch schöner und noch jünger zurückgekehrt sind…

Auch die zweieinhalbstündige Rückfahrt war wieder äußerst interessant. Das Leben in den Dörfer zu beobachten, wie sie wohnen und arbeiten, aber auch die Slums an den Außenregionen Manilas zu sehen, das Gewusel in Manila, gibt immer wieder Anlass zum Nachdenken.

Manila selbst ist keine schöne Stadt, für die es sich lohnt extra in die Philippinen zu fliegen. Die Philippinen als Land allerdings lohnen sich allemal und wir haben bei Weitem nur einen ganz kleinen Teil davon gesehen.

Der Abschied gestern von Manila war wieder herzzerreißend. Oben im Schiff die philippinische Besatzung, unten an der Pier die Zurückgelassenen und dazwischen die Musikanten, Trommler und Tänzer, die ohne Ende, bis das Schiff schon weit von der Pier entfernt war, ihr Bestes gaben.

Heute, an unserem letzten Seetag packen wir schon unsere Koffer. Morgen werden wir auf eigene Faust Kaohsiung im Süden von Taiwan anschauen und am nächsten Tag verlassen wir das Schiff in Keelung, der Hafenstadt vor Taipeh, werden in unser gebuchtes Hotel dort einchecken, und am Abend des darauffolgenden Tags von Taipeh nach Hongkong fliegen und von dort 13,5 Stunden nach Johannesburg/Südafrika fliegen und dann weiter nach Durban. Mittwoch mittags kommen wir in Durban wieder an…
 25.03.2016 11:04 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « T A X
Schreiben Sie bereits wieder an neuen Romanen? Ich bewundere Menschen mit Phantasie und bin stets sehr berührt, wenn ich Ihre wundervollen Geschichten lese. Sie malen so traumhaft schöne Bilder, dass ich manchmal beinahe den Eindruck habe, Sie hätten das alles selbst erlebt. Ich freue mich bereits jetzt auf Neues. Wenn ich einen persönlichen Wunsch äußern darf? Erfinden Sie doch mal eine Südamerikareise! Na? Wäre das nichts?
Ich werde versuchen regelmäßig in dieses Forum zu schauen, damit ich nicht die neuen *sozusagen* Berichte verpasse. Da Sie mir soviel Kurzweil mit Ihrer Phantasie schenken möchte ich beim nächsten Mal erneut versuchen Sie mit Lob zu überschütten. Das ist Ihnen unübersehbar wichtig. Eine Win-Win-Sitution. Sie dürfen sich ergießen und im Lob wälzen und ich habe meinen Spaß. Für eine neue Geschichte werde ich mir eigens einen neuen Nick zulegen. Seien Sie gespannt!
*kissing*
 ·  Mouthiers 28.03.2016 22:17 > In zwei Tagen geht es wieder los...  « X
Seit Neuestem "per-Sie"? Ich habe noch nicht herausgefunden welcher Zweitnick du bist, aber dieses Siezen schränkt die Auswahl beträchtlich ein...

"Ich bewundere Menschen mit Phantasie und bin stets sehr berührt, wenn ich Ihre wundervollen Geschichten lese. Sie malen so traumhaft schöne Bilder, dass ich manchmal beinahe den Eindruck habe, Sie hätten das alles selbst erlebt."

Du kannst sicher sein, dass ich stolz auf mich wäre, wenn ich solche Geschichten aus der Phantasie heraus schreiben könnte. Vielleicht sollte ich das einmal versuchen...

"Wenn ich einen persönlichen Wunsch äußern darf? Erfinden Sie doch mal eine Südamerikareise!"

Ganz am Anfang (bzw. am Ende, je nach Blickwinkel) des Reiseforums habe ich vor 3 Jahren über meine Weltreise mit dem Schiff berichtet. Da war auch eine Fahrt rund um Südamerika dabei. Das war auch wirklich sehr beeindruckend. Südamerika ist sehr vielfältig und wunderschön.

"Da Sie mir soviel Kurzweil mit Ihrer Phantasie schenken möchte ich beim nächsten Mal erneut versuchen Sie mit Lob zu überschütten. Das ist Ihnen unübersehbar wichtig."

Möglicherweise beurteilst du Menschen aus deinem eigenen Blickwinkel heraus. Du meinst, jeder muss so denken, wie du das tust. Du täuscht dich aber. Ich schreibe die Berichte mehr für mich, als für Andere. Dass die Berichte ein paar Anderen auch noch Freude bereiten, ist ein schöner Nebeneffekt. Allerdings brauche ich dafür kein zusätzliches Lob, das von dir, inflationär kommend, sowieso nur gekünstelt klingt. Da musst du noch an dir arbeiten.

Reisen tue ich im Übrigen ständig. Mitte April fliege ich für zwei Wochen nach Deutschland, Ende Mai für eine Woche nach Bangkok, Ende Juni für 10 Tage nach Südtirol und für weitere 10 Tage in die Türkei. Meinen Skiurlaub in Österreich oder dieses Mal in Frankreich Ende Dezember muss ich auch noch buchen. Darüber werde ich allerdings nicht in ximig berichten. Das ist dann doch zu alltäglich...

Aktuell bin ich dabei eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn mit anschließender Durchquerung Japans von Nord nach Süd zu planen, entweder diesen Herbst, oder nächstes Jahr und natürlich auch noch irgendeine Kreuzfahrt im nächsten Jahr. Ich würde gerne mal in die Antarktis fahren, solange das noch geht. Weiterhin möchte ich gerne den Amazonas stromaufwärts fahren bis es nicht mehr weitergeht. Pläne gibt es genug und du wirst sicherlich wieder von mir lesen...
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