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Gesundheit

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Jabba 09.10.2021 21:08 Depressionen  T A X
2014 wurde bei mir zum 1. Mal eine reaktive Depression diagnostiziert. Weitere Rezidive folgten 2015 und 2017.
2018 dann der Zusammenbruch, schwere depressive Episode in Zusammenhang mit Burn Out.
Es folgten 10 Monate AU, inklusive einer Psychosomatischen Reha - Maßnahme in Todtmoos für 7 Wochen.
Im April 2019 dann Wiedereingliederung bis Anfang Mai, dann wieder voll im Job gewesen.
Im November wurde mir - im allgemeinen Zusammenhang mit dem Niedergang der Automobilindustrie - aber speziell als Langzeitkranken MA ein Aufhebungsvertrag aufgenötigt.
Danach der nächste Zusammebruch mit 7 Wochen in einer geschlossenen Anstalt zur Psychotherapie.
Die Therapie natürlich erst nach monatelangen Wartezeiten auf einen Therapieplatz.
Entlassen wurde ich zum 01.09.2020 mit der Maßgabe weiterhin ambulante Psychotherapie in Anspruch zu nehmen.
Im Februar 2021 wurde ich dann von meiner KK ausgesteuert und bin seither offiziell arbeitslos.
Zu der schweren Depression kamen dann die Umstände mit der Corona - Pandemie.
In den knapp 40 Sitzungen beim Psychotherapeuten kristallisierte sich als Schwerpunkt die jahrzehntelange Ausübung psychischer Gewalt durch unsere egozentrische,toxische Mutter heraus. Andere Ursachen waren u.a. der Tod meines Vaters 2011 und der Tod meiner Schwiegermutter 2017, die das krasse Gegenbild meiner leiblichen Mutter war.
Aktuell geht es mir einigermaßen stabil, fern von suizidalen Gedanken. Aber voll von Hass.
So, ich musste mir das eben mal so von der Seele schreiben.
Bearbeitet am 09.10.2021 21:28 von Jabba 
Peppi 11.10.2021 10:40 Depressionen  « T A X
Hey du,

Schade das es dich auch erwischt hat.
Ich wurde 3 Jahre auf Arbeit gemoppt, aus nichtigen Gründen.
Dazu in etwa das selbe Schicksal als Kind in der Familie, Gewalt und Unterdrückung.
Und eine Mutter, die nichts dagegen unternommen hat und bis heute Leugnet.

Ich warte auch auf einen 2. Termin zur Reha in Saalfeld, soll noch 3 Monate dauern. Ob ich das so überstehe, interessiert weder KK noch RVK.

Weiß also wovon du Redest.
*streichel*
 ·  Jabba 12.10.2021 21:53 Depressionen  « X
Hi Peppil,

ich danke dir für deinen Beitrag. Zeigt er doch dass wir nicht allein sind. Leider ist - trotz vieler prominener Fälle - das Thema Depressionen leider immer noch im gewissen Sinne tabuisiert. Hauptproblem ist, dass man Depressionen in 99,9% aller Fälle äußerlich den Betroffenen nicht ansieht und wenn man sich gewissermaßen "outet" man auch gleich zu leicht stigmatisiert wird als "psycho, verrückt, faul, Weichei, nicht belastbar uvm.
Ich habe auch schon auf Twitter einiges dazu geschrieben und ich war überrascht, wieviele außer mir davon betroffen sind. Und es tut jedesmal gut zu wissen, dass ich bzw. wir nicht alleine sind.
Ein mir bekannter Twitterer - Uwe Hauck - hat unter dem #ausderklappse nach seinem Suizidversuch darüber auf Twitter viel gepostet und auch ein Buch darüber veröffentlicht. "Depression abzugeben" so der Titel, ich hab es gelesen und für gut befunden. Aktuell befindet er sich wieder in einer Reha.
Jedesmal wenn ich selbst zu dem Thema was twittere ist es für mich wie ein weiteres Stück Ballast abzulegen. Und es gibt noch viel abzulegen.
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